Werdegang

Ausbildungen:

2018 NLP Practitioner (zertifiziert nach DVNLP und INLPA)
2019 NLP Master
2021 Entspannungspädagogin mit Schwerpunkt Outdoor-Relax-Trainer und Kinderentspannung inkl. Kursleiterin für Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation

Zu meinem Werdegang und wie ich auf die Idee kam Entspannungscoach zu werden:

Bis zu meinem Abi war eigentlich alles noch gut. Ich hatte gute Noten, verdiente mir mit meiner Leidenschaft dem Tanzen (jetzt nicht so wie du wahrscheinlich denkst) und Modelln etwas Geld dazu und hatte eben immer einen vollen Terminkalender, womit ich bis dahin noch gut zurecht kam. 2009 begann ich ein Duales Studium. Die verkürzten Semester und die 2 wöchigen Klausurphasen in denen teilweise 7 Klausuren geschrieben wurden, verlangten mir einiges ab. Für eine Klausur habe ich fast so viel gelernt wie fürs ganze Abi. Wobei ich nun nicht mehr ein Jahr hatte wie beim Abi, sondern nur noch 2,5 Monate und dann noch eben fast 7 mal so viel Lernstoff. Ich wollte natürlich immer noch überall überragend abschneiden und setzte mich damit selbst unter Druck. Dadurch entwickelte ich eine Prüfungsangst. Am Abend vor Klausuren war ich so nervös, dass ich nur noch weinte, panisch wurde und nicht schlafen konnte. Diese Angst war irgendwann so schlimm, dass ich in der Klausur den Prüfungsbogen vor mir liegen hatte und alles einfach weg war. Je mehr ich mich anstrengte umso panischer wurde ich. Nach der Hälfte der Zeit und gerade mal einer angefangen Aufgabe wurde mir klar, dass ich keine Chance mehr hatte. Ich schrieb meinen Namen auf den Bogen, gab ihn ab und verlies weinend den Raum. Obwohl ich alles wusste, da ich in der Vorbereitung einer derjenigen war, die den Kommilitonen geholfen habe.
An diesem Punkt lernte ich das Autogene Training kennen. Eine Freundin meiner Mutter war auch Coach und lehrte mich wie ich diese Technik während Klausuren nutzen konnte, falls wieder Angst und Panik in mir aufsteigt. Und siehe da. Es half. Nach dem Bachelorabschluss machte ich dann direkt mit dem Master weiter. Da ich diesmal arbeiten und studieren parallel unter einen Hut bringen musste, gab es auch hier viele stressige Phasen. Während mich die Kommilitonen fragten, ob ich Mittwochs noch mit feiern gehen würde, musste ich immer absagen, da ich ja am nächsten Tag arbeiten musste. Mein Urlaub ging dann für die Klausurphasen drauf. Also Erholung hatte ich wenig. Und dennoch bestand ich 2015 meine Prüfung zum Master of Engineering Fachrichtung Kunststofftechnik.

Nach zu viel Stress kam zu viel Zeit zum Nachdenken. Immerhin habe ich die letzten 6 Jahre einfach funktioniert. Ich viel in ein tiefes Loch und verfiel dem Alkohol. Party „All-Night-Long“. Auch unter der Woche… Durch meinen damaligen Partner konnte ich mich wieder fangen. Nur jetzt wurde die Arbeit irgendwie langweilig. Also bewarb ich mich auf anspruchsvollere Stellen. Ich wurde Bereichsleiterin. Diesmal gab es ein Kommunikationsproblem zu meiner Chefin. Irgendwie konnte ich ihr nicht klar machen was mich stört. Ich sei mir selber schuld, hieß es dann immer nur. Also begann ich im Oktober 2017 eine Ausbildung in NLP um meine Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Was ich bis dahin nicht wusste ist, dass NLP auch für die Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt wird. So öffnete mir NLP die Augen und ich erlebte in dem nächsten halben Jahr einen kompletten Wandel.

Ich lernte viel über mich und meine über perfektionistische Art. Ich machte mir viel zu oft selbst Druck, nur um den anderen zu gefallen. Ich war so gestresst und in dem Hamsterrad gefangen, dass ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr Widersprechen konnte .

Im April 2018 kündigte ich schließlich, da ich geistig und körperlich einer fertig war.

Um mein selbstwert etwas aufzubessern wusste ich, ich müsste in ein wertschätzendes Umfeld und fing deshalb einen Bundesfreiwilligendienst in einem mir vertrauten Umfeld an.

Parallel dazu fing ich an beim AblaufLotsen zu arbeiten. Richard lernte ich über die NLP Ausbildung kennen. Wir merkten beide, dass wir ähnliche Ansichten und Arbeitsweisen haben. Auch diese Arbeit stärkte mich wieder in meinem Selbstwert.

Im gleichen Jahr heiratete ich dann noch meinem Traummann und nur einen Monat später war ich bereit schwanger. Ich merkte, dass zwei Jobs, die NLP Ausbildung und die Schwangerschaft mir schon wieder über den Kopf wuchsen. Und es ist mir total schwer gefallen, aber ich musste den Bufdi frühzeitig beenden, einfach aus selbstführsorge.

Im Oktober kam dann unser wundervolle Sohn auf die Welt. Die erste Zeit war sehr schön, doch als Arthur wieder arbeiten musste, ich alleine war und nicht mehr mit dem Haushalt hinterhergekommen bin, war ich wieder gestresst. Trotz dass ich zu Hause mit einem süßen Baby war, wuchs mir alles schnell über den Kopf. Mein Perfektionismus und es allen recht machen zu müssen, zeigte sich wieder. Und obwohl Arthur immer wieder sagte, es sei ihm nicht wichtig, dass die Küche pikobello ist war mein Anspruch ein anderer.

Ich setzte mich wieder viel mit mir selbst auseinander, meditierte und nahm Coachings in Anspruch.

Dieses Wissen, welches ich nun seit über 3 Jahren gesammelt habe, möchte ich teilen. Was hat mir geholfen entspannter zu werden und mit meinem Leistungsdruck klarzukommen.